Vier Jahre Krieg und knapp 30 neue Stores: JYSK Ukraine geht weiter voran
Trotz Raketenangriffen, beschädigter Infrastruktur und unterbrochener Lieferketten konnte die Expansion dank des großen Engagements der JYSK-Mitarbeitenden fortgesetzt werden. Als Russland im Februar 2022 in die Ukraine einmarschierte, betrieb JYSK dort 85 Stores. Vier Jahre später ist das Filialnetz auf 113 Standorte, einschließlich eines Onlineshops, angewachsen.
Am 24. Februar jährt sich der Beginn der Invasion im Jahr 2022 zum vierten Mal. Um unseren Kolleg:innen einen Einblick in die aktuelle Situation zu geben, hat GOJYSK mit dem Country Director von JYSK Ukraine, Ievgenii Ivanytsia, gesprochen.
Es ist eine klare Strategie von Ievgenii und seinem Team, sich nicht als Opfer darzustellen. Nicht, um das Geschehen zu ignorieren. Sondern: um sich auf das zu konzentrieren, was sie beeinflussen können.
„Wir bitten aufgrund des Krieges nicht um Sonderbehandlung. Viel eher wollen wir unsere Ziele genauso erreichen wie jedes andere JYSK-Land auch. Daher ist es für uns besonders wichtig, einen normalen und strukturierten Arbeitsablauf sicherzustellen. Unsere Kund:innen erwarten weiterhin exzellenten Service und attraktive Angebote. Genau darauf konzentrieren wir uns auch weiterhin täglich, während wir uns an die ungewöhnlichen Umstände anpassen“, sagt der Country Director.
Der Wille zum Wettbewerb und zur Erzielung von Ergebnissen sei trotz des andauernden Krieges ungebrochen.
„Wir träumen davon, unsere Kolleg:innen in Dänemark bei der Anzahl der Stores bis Jahresende zu überholen. Das wäre ein großer Meilenstein für uns“, sagt Ievgenii. (JYSK Dänemark betreibt aktuell 117 Stores.)
Den Alltag am Laufen halten
Angriffe auf die Infrastruktur haben die Lage noch verschärft, insbesondere im Winter.
In manchen Gegenden haben die Geschäfte nur wenige Stunden am Tag Strom. Die Heizung ist nur begrenzt verfügbar. Deshalb wurden die Öffnungszeiten teils verkürzt, damit die Mitarbeitenden nicht bei eisigen Temperaturen arbeiten müssen.
„Wir haben gelernt, sehr flexibel zu sein. Unsere Öffnungszeiten ändern sich manchmal von Tag zu Tag, und wir planen unsere Abläufe sorgfältig, um den sich ändernden Umständen unserer Kolleg:innen Rechnung zu tragen. Es ist nicht immer einfach, aber unsere Flexibilität ermöglicht es uns, weiterhin effektiv zu arbeiten. All dies tun wir, während wir expandieren“, sagt Ievgenii und fährt fort:
„Wir beschäftigen mittlerweile fast 1.000 Mitarbeitende. Dies entspricht knapp 1.000 Familien, die JYSK in der Ukraine direkt durch Beschäftigung unterstützt – und darauf bin ich sehr stolz.“
Motivation aufrechterhalten
Das Ziel, trotz des Krieges ein Gefühl der Normalität aufrechtzuerhalten, geht über das Leben in den Stores und der Zentrale weit hinaus.
Hilfe zu leisten – für Team JYSK Ukraine ist dies eine weitere Möglichkeit geworden, in Kontakt und motiviert zu bleiben.
„Wenn wir anderen helfen – indem wir etwa Blutspende-Veranstaltungen in unseren Stores organisieren oder Waisenhäuser und andere lokale Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen – stärkt das unseren Zusammenhalt. Ich spüre, wie wir als Team durch die gegenseitige Hilfe enger zusammengewachsen sind“, sagt Ievgenii.
Fakten über JYSK Ukraine:
- JYSK Ukraine hat während der vier Kriegsjahre 28 Stores eröffnet.
- JYSK Ukraine beschäftigt mittlerweile rund 1.000 Kolleg:innen.
- Mehr als 100 Kolleg:innen wurden zum Militärdienst eingezogen.
- JYSK zahlt weiterhin Löhne an eingezogene Mitarbeitende und stattet neue Wohnungen von Kolleg:innen mit Möbeln aus, die durch den Krieg ihr Zuhause verloren haben.
- JYSK hat insgesamt rund 3 Millionen Euro an Veteranen, Wohltätigkeitsorganisationen und gemeinnützige Organisationen in der Ukraine gespendet.
- Country Director Ievgenii Ivanytsia hat JYSK Ukraine mit aufgebaut und feiert im Mai sein 20-jähriges Dienstjubiläum.
- Der erste ukrainische JYSK-Franchise-Store wurde im Oktober 2004 eröffnet. Seit 2012 wird der Ländermarkt direkt von JYSK betrieben.